Internationale mit finalen Einsätzen vor der Sommerpause

Ein Beitrag von Matthias Karel für handballreferee.at

Matthias ist aktiver Bundesschiedsrichter und schreibt

in seiner Freizeit über das aktuelle Geschehen im Schiedsrichterwesen

Wien, 11.06.2019


Mit dem letzten Finalspiel der spusu LIGA wurde vergangenen Samstag eine lange und intensive Saison 2018/19 endgültig abgeschlossen und die Mannschaften befinden sich genauso wie die Schiedsrichter in ihrer verdienten Sommerpause. Ein paar Wenige müssen jedoch noch „Überstunden“ leisten und haben jeweils einen letzten Einsatz, bevor auch sie ihre Ferien antreten dürfen: die Rede ist von den Internationalen.

 

 

Den Anfang machten Denis Bolic und Christoph Hurich bereits letzten Mittwoch, am 05.06., im norwegischen Bergen. Sie kamen im zweiten Spiel der Qualifikation zur Frauen WM 2019 zwischen Norwegen und Belarus zum Einsatz. Nach einem 21:34 Auswärtserfolg im Hinspiel ließen die Skandinavierinnen auch im Rückspiel nichts anbrennen und gewannen auch das Heimspiel. Nach einem 21:11 Vorsprung zur Halbzeit ließen es die Favoritinnen im zweiten Durchgang etwas lockerer angehen und sicherten sich mit dem 31:28-Endstand die Teilnahme an der vom 30. November bis 15. Dezember in Japan stattfindenden Endrunde.

 

 

Seit 6. Juni sind der österreichische RSK-Chef Gerhard Reisinger sowie das Wiener EHF-Frauengespann Ana Vranes und Marlis Wenninger in Tiflis. In Georgiens Hauptstadt findet bis 17. ein IHF-Emerging-Nations-Cup statt, in dessen Rahmen auch ein IHF-GRTP abgehalten wird. Gerhard Reisinger ist dabei als Delegierter im Einsatz. Für Ana und Marlis bedeutet die Teilnahme am Global-Referee-Training-Programm einen weiteren Schritt auf der Karriereleiter, werden doch bei diesem Programm Schiedsrichtergespanne aller Kontinentalverbände zu IHF-Referees ausgebildet. Damit könnten die beiden Wienerinnen neben Brkic/Jusufhodzic und Bolic/Hurich das erste weibliche österreichische IHF-Paar werden. Wir drücken dafür natürlich fest die Daumen und gratulieren zur Nominierung! 

 

Am 12.6.2019 beginnen die österreichischen Einsätze in der Qualifikation für die 2020 in Österreich, Norwegen und Schweden stattfindende Europameisterschaft der Herren. Zwei Runden sind noch ausständig, wobei sich die Gruppensieger und Gruppenzweiten sowie die vier besten Gruppendritte qualifizieren.


Den Anfang macht der aus Oberösterreich kommende Klaus Lang um 18:15 in Zug. Am vorletzten Spieltag der Quali-Gruppe 2 trifft die Schweiz daheim auf Kroatien und ist nur mehr einen Punkt von der sicheren Teilnahme entfernt. Kroatien führt mit sieben Punkten die Gruppe an, die Eidgenossen folgen auf Platz zwei mit sechs Zählern. Serbien ist Gruppendritter mit lediglich zwei Punkten am Konto und muss die beiden ausständigen Spielen gewinnen, um im Jänner nicht nur vor den Fernsehern dabei zu sein.


Mit den jeweils letzten Gruppenspielen wurden die beiden doppelten Finalschiedsrichter der spusu LIGA, Brkic/Jusufhodzic und Hofer/Schmidhuber betraut. Am 16.06. pfeifen die beiden Paare um 18 Uhr an.


Für Radojko Brkic und Andrei Jusufhodzic geht es nach Strumica, wo Nordmazedonien auf Griechenland trifft. Die Hausherren konnten, genauso wie die gruppenführenden Isländer, bisher fünf Punkte erringen. Obwohl sie im Hinspiel in und gegen Griechenland mit 28:26 den Kürzeren gezogen haben, werden sie als Favorit in diese Begegnung gehen. Um nicht von der Türkei, die vier Punkte hat, ein- oder sogar überholt zu werden, wird die Mannschaft um Superstar Kiril Lazarov noch einmal alles in die Waagschale werfen.


Nach Nürnberg reisen Florian Hofer und Andreas Schmidhuber, um die Partie zwischen Deutschland und Kosovo zu leiten. Deutschland führt überlegen die Gruppe an und ist die EM-Teilnahme nicht mehr zu nehmen. Genau andersherum schaut es für Kosovo aus, der erst zwei Punkte auf dem Konto hat und nur durch zwei Handballwunder in den beiden ausständigen Spielen an der EM teilnehmen könnte.