Sag zum Abschied leise "Servus"

Sag zum Abschied leise "Servus" hieß es am vergangenen Sonntag (23.09.2018) für Karl Haberhauer. An diesem Tag feierte der pensionierte Hauptschullehrer mit dem NÖ-Cup-Finale zwischen Eggenburg und Tulln das Ende einer erfüllten Schiedsrichterlaufbahn.

 

Begonnen hat das Nachkriegskind (Anm. geboren im Jahr 1949) seine Schiedsrichterlaufbahn erst relativ spät im Jahr 1989 - also im Alter von 40 Jahren. Seine Karriere hat ihn dennoch bis in der Handball-Liga-Austria (jetzt spusu Liga) geführt in welcher er gemeinsam mit Manfred Lang bis zum Jahr 2001 Spiele leitete. Auch nach dem altersbedingten Ausscheiden aus den Bundesbewerben setzte Karl seine Laufbahn im Landesverband bis zuletzt mit großer Leidenschaft fort. Er war aufgrund seines Engagements und seiner umsichtigen Spielleitungen ein gern gesehener Gast.

 

In seinem letzten Spiel zwischen Eggenburg und Tulln war noch ein Mal noch sein ganzes Können gefragt. Das Spiel war über die gesamte Spielzeit sehr knapp, wobei sich keine Mannschaft mit mehr als 3 Toren vorübergehend absetzen konnte. In gewohnt routinierter Manier beendete Karl auch sein letztes Spiel (an der Seite von Emmerich Heckl) in seiner aktiven Karriere, das letztlich mit einem Spielstand von 23:22 zu Gunsten des UHC Eggenburg endete. Mit vor Ort bei dieser Begegnung war auch der Präsident des NÖHV, Ing. Johannes Hammer, der Karl für sein Engagement und seinen Einsatz für den Handballsport herzlich dankte um ihn auf diese Weise in den "Ruhestand" zu verabschieden.

 

Wer aber nun glaubt, dass Karl sich nun vom Handball abwendet, der irrt gewaltig!

 

Schon in der vergangenen Saison hat man im NÖHV, maßgeblich daran beteiligt war Karl Haberhauer, das "Delegiertensystem" eingeführt, welches den jungen Kollegen gerade am Beginn ihrer Karriere, die nötige Unterstützung gewährleisten soll. Dieses ("sein") Projekt wird Karl weiterhin betreuen und so wird man ihn auch in Zukunft in den Handballhallen des Bundeslandes antreffen.

 

Das Team von handballreferee.at wünscht Karl für die Schiedsrichterpension alles Gute.

 

M. Hofer, 24.09.2018